Umsatzentwicklung 2015

 

Auslandgeschäft und Markenprodukte stützen Emmi Umsätze


 

 

Medienmitteilung

 

Umsatzentwicklung 2015

 

 

 

 

 

 

Auslandgeschäft und Markenprodukte stützen Emmi Umsätze

 

 

 

 

 

Luzern, 4. Februar 2016Emmi erzielte 2015 einen Nettoumsatz von CHF 3‘213.9 Millionen. Das entspricht einem organischen, das heisst währungs- und akquisitionsbereinigten Rückgang von -3.0 %. Damit hat Emmi den Euro-Schock besonders in den internationalen Märkten recht gut verdaut. So reduzierte sich der organische Umsatz in der Division Europa um lediglich -0.8 %, während die Division Americas um 2.8 % wuchs. Stärker unter Druck, mit einer Einbusse von -5.0 %, war die Division Schweiz als Folge des stärkeren Einkaufstourismus und höherer Importe. Marken wie Emmi Caffè Latte, Kaltbach und Jogurtpur legten zu. Das ist erfreulich.

 

 

 

Umsatz Emmi Gruppe Geschäftsjahr 2015

 

in CHF Millionen

Division

Schweiz

Division

Americas

Division

Europa

Division

Global Trade

Konzern

Umsatz 2015

1‘793.3

798.1

487.3

135.2

3‘213.9

Umsatz 2014

1‘888.1

840.0

508.8

167.1

3‘404.0

Veränderung

-5.0 %

-5.0 %

-4.2 %

-19.1 %

-5.6 %

 

 

 

 

 

 

Akquisitionseffekt*

-

-1.7 %

7.9 %

-1.8 %

0.6 %

Währungseffekt

-

-6.1 %

-11.3 %

-

-3.2 %

Organisches Umsatzwachstum

-5.0 %

2.8 %

-0.8 %

-17.3 %

-3.0 %

*Positive akquisitorische Effekte ergaben sich aus der Beteiligungserhöhung an der deutschen Gläsernen Molkerei (per 1. Oktober 2014) und dem Zukauf des Käsegeschäfts der kanadischen J.L. Freeman (per 15. April 2015). Negative akquisitorische Effekte resultierten aus dem Verkauf der italienischen Trentinalatte (per 31. Oktober 2014) und von Emmi Penn Yan in den USA (per 18. Dezember 2014).

 

Im Jahr 2015 erzielte Emmi einen Umsatz von CHF 3‘213.9 Millionen; eine Einbusse von -5.6 % im Vergleich zu CHF 3‘404.0 Millionen im Vorjahr. Organisch, das heisst bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, reduzierte sich der Konzernumsatz um -3.0 %. Stark unter Druck war das Produktsegment Käse. Die Entwicklung bei den Frischprodukten (z.B. Jogurt, Milchgetränke) verlief hingegen positiv, da wichtige Marken wie Emmi Caffè Latte, Jogurtpur, Onken, Bontà Divina und Rachelli wachsen konnten.

 

Urs Riedener, CEO von Emmi, sagt: „Unser Auslandgeschäft leistete einen grossen Beitrag, um die deutliche Umsatzeinbusse in der Schweiz zu mildern. Dass dies trotz der nötigen Preiserhöhungen für Exportprodukte gelang, zeigt, wie robust unsere Marken sind. Der Import- und Preisdruck in der Schweiz ist eine Herausforderung, mit der wir auch 2016 konfrontiert sind.“

 

 

Division Schweiz: Verstärkter Wettbewerbsdruck im zweiten Halbjahr

 

Umsatz nach Produktgruppen: Division Schweiz

in CHF Millionen

Umsatz
2015

Umsatz
2014

Wachstum
organisch

Molkereiprodukte

678.5

710.1

-4.5 %

Käse

503.5

554.9

-9.3 %

Frischprodukte

350.5

343.3

2.1 %

Frischkäse

116.6

126.0

-7.4 %

Pulver/Konzentrate

61.9

73.2

-15.4 %

Übrige Produkte/Dienstleistungen

82.3

80.6

2.1 %

Total Schweiz

1‘793.3

1‘888.1

-5.0 %

 

In der Division Schweiz ging der Umsatz wesentlich stärker als erwartet, um -5.0 %, von CHF 1‘888.1 Millionen auf CHF 1‘793.3 Millionen zurück. Dabei beliefen sich der Mengeneffekt auf -3.3 % und der Preiseffekt -1.7 %. Emmi hatte einen Umsatzrückgang von -4 % bis -3 % prognostiziert.

 

Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Zunahme von Importen zurückzuführen, die beim Käse besonders markant waren. Wegen des tiefen Euro-Kurses stieg ausserdem der Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland nochmals deutlich an und forderte den Schweizer Detailhandel und die Schweizer Nahrungsmittelproduzenten zusätzlich. Der dadurch erzeugte Preis- und Kostendruck wird anhalten.

 

Trotz der anspruchsvollen Situation gab es im Heimmarkt auch positive Entwicklungen. Verschiedene Markenkonzepte erwiesen sich als sehr robust und legten an Umsatz zu. Dazu gehören die Frischprodukte Emmi Caffè Latte, Jogurtpur sowie YoQua – das neue, proteinreiche Jogurt.

 

Bei den Molkereiprodukten (Milch, Rahm, Butter) nahmen die Umsätze im Gleichschritt mit dem Markt ab. Im Bereich Käse verzeichneten die AOP-Käse deutliche Einbussen, während die Spezialitäten aus Kaltbach und Der Scharfe Maxx leicht höhere Umsätze erzielten. Auch beim Frischkäse hinterliess der starke Importdruck Spuren – sowohl bei den Preisen, als auch bei den Mengen.

 

Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz betrug 56 % (Vorjahr 55 %).

 

 

Division Americas: Solides Wachstum in den USA und in Tunesien

 

Umsatz nach Produktgruppen: Division Americas

in CHF Millionen

Umsatz
2015

Umsatz
2014

Differenz
2015/2014

 

Akquisitions-
effekt

Währungs-
effekt

Wachstum
organisch

Käse

329.5

315.4

4.5 %

 

3.2 %

0.1 %

1.2 %

Molkereiprodukte

239.1

267.1

-10.5 %

 

-4.3 %

-10.1 %

3.9 %

Frischprodukte

175.5

197.7

-11.2 %

 

-6.6 %

-10.8 %

6.2 %

Pulver/Konzentrate

1.1

5.5

-80.8 %

 

-

-1.8 %

-79.0 %

Übrige Produkte/Dienstleistungen

52.9

54.3

-2.4 %

 

-

-5.6 %

3.2 %

Total Americas

798.1

840.0

-5.0 %

 

-1.7 %

-6.1 %

2.8 %

 

Die Division Americas umfasst neben den USA, Kanada und Chile auch Spanien, Frankreich und Tunesien.

 

Der Umsatz reduzierte sich von CHF 840.0 Millionen auf CHF 798.1 Millionen – ein Rückgang von -5.0 %. Organisch, das heisst bereinigt um Währungs- und Akquisitionseinflüsse, resultierte ein Zuwachs von 2.8 %. Dieser liegt unter den ursprünglichen Erwartungen von 3 % bis 5 %, was unter anderem eine Folge der anhaltend tiefen Milchpreise ist. In allen Märkten ausser in den USA resultierten stark negative Währungseffekte. Der positive Akquisitionseffekt ist auf das Käsegeschäft von J.L. Freeman zurückzuführen, der negative Akquisitionseffekt resultierte aus dem Verkauf von Emmi Penn Yan.

 

Das organische Umsatzwachstum ist vor allem eine Folge der guten Entwicklung in Tunesien und in den USA. In Tunesien erzielten die unter der Marke Vitalait vertriebenen Jogurts, Milch und Desserts währungsbereinigt deutlich höhere Umsätze, mit entsprechend positiven Einflüssen auf die Segmente Molkerei- und Frischprodukte. Letzteres wurde durch das Wachstum der laktosefreien Produkte von Kaiku und ein deutlich zweistelliges Wachstum von Emmi Caffè Latte in Spanien zusätzlich beflügelt. In den USA hatten sowohl die Käse-Exporte aus der Schweiz (vor allem Kaltbach) als auch die lokal hergestellten Kuh- und Ziegenmilchkäse Aufwind.

 

Hemmende Faktoren waren Chile und Frankreich. Beide Märkte sahen sich mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen konfrontiert.

 

Der Anteil der Division Americas am Konzernumsatz betrug 25 % (Vorjahr 25 %).

 

 

Division Europa: Bemerkenswert robuste Umsätze trotz Preiserhöhungen

 

Umsatz nach Produktgruppen: Division Europa

in CHF Millionen

Umsatz
2015

Umsatz
2014

Differenz
2015/2014

 

Akquisitions-
effekt

Währungs-
effekt

Wachstum
organisch

Frischprodukte

212.2

257.5

-17.6 %

 

-11.6 %

-8.1 %

2.1 %

Käse

122.6

136.3

-10.0 %

 

2.8 %

-11.7 %

-1.1 %

Molkereiprodukte

91.1

42.0

116.8 %

 

153.7 %

-29.8 %

-7.1 %

Frischkäse

39.9

56.8

-29.8 %

 

0.2 %

-9.7 %

-20.3 %

Pulver/Konzentrate

14.9

7.0

111.7 %

 

17.8 %

-29.0 %

122.9 %

Übrige Produkte/Dienstleistungen

6.6

9.2

-28.5 %

 

1.8 %

-9.8 %

-20.5 %

Total Europa

487.3

508.8

-4.2 %

 

7.9 %

-11.3 %

-0.8 %

 

In der Division Europa ging der Umsatz von CHF 508.8 Millionen auf CHF 487.3 Millionen zurück – eine Einbusse von -4.2 %. Organisch, das heisst bereinigt um Währungs- und Akquisitionseffekte, reduzierte sich der Umsatz um lediglich -0.8 %. Das ist angesichts der Euro-Schwäche, tiefer Milchpreise und der konsequent durchgesetzten Preiserhöhungen beachtlich und übertrifft die Erwartungen von Emmi. Die ursprüngliche Prognose lautete -4 % bis -2 %.

 

Ein positiver Akquisitionseffekt resultierte aus der Beteiligungserhöhung an der Gläsernen Molkerei. Der negative Akquisitionseffekt ist eine Folge des Verkaufs von Trentinalatte.

 

Bei den Frischprodukten stiegen die währungsbereinigten Umsätze von Emmi Caffè Latte und Onken (in Grossbritannien) sowie diejenigen der italienischen Spezialitätendesserts von A-27 und Rachelli. Beim Käse erwiesen sich die Kaltbach-Spezialitäten und Der Scharfe Maxx als widerstandsfähig. Beide Marken konnten in Deutschland und Österreich zulegen.

 

Im Bereich der AOP-Käse litt das Käsegeschäft hingegen klar unter der Währungsentwicklung. Der organische Rückgang bei den Molkereiprodukten war primär auf die mangelnde Verfügbarkeit von Bio-Milch bei der Gläsernen Molkerei zurückzuführen.

 

Der Anteil der Division Europa am Konzernumsatz betrug 15 % (Vorjahr 15 %).

 

 

Division Global Trade: Weniger Entlastungsexporte, flaue Schwellenmärkte

 

Die Division Global Trade beinhaltet primär Direktverkäufe aus der Schweiz an Kunden in Ländern, in denen Emmi keine eigenen Gesellschaften hat. Dazu gehören die asiatischen und osteuropäischen Märkte, die meisten südamerikanischen Länder und die Arabische Halbinsel.

 

Der Umsatz belief sich auf CHF 135.2 Millionen gegenüber CHF 167.1 Millionen im Jahr 2014. Dies entspricht einer Einbusse von -19.1 %, respektive organisch um -17.3 %.

 

Die negative Entwicklung ist vor allem auf tiefere Butter- und Milchpulverexporte zurückzuführen (Effekt 2015: CHF -17.2 Millionen). Weitere Gründe waren der Rückgang von Lohnproduktionen und die wirtschaftliche Abkühlung in Ländern wie Japan, Brasilien und Russland. Dagegen konnte die starke Position von Swiss Premium Jogurts in Asien ausgebaut werden.

 

Der Anteil von Global Trade am Konzernumsatz betrug 4 % (Vorjahr: 5 %).

 

 

Ausblick

 

Die Einschätzung des wirtschaftlichen Umfelds, die Emmi im Rahmen der Halbjahresberichterstattung im August äusserte, hat sich seither nicht wesentlich verändert. Das Gleiche gilt für die Rahmenbedingungen innerhalb der Emmi Gruppe. Folglich hält Emmi an der bekannten Gewinnprognose für das Jahr 2015 fest.

 

Den Ausblick für die Umsatz- und Reingewinnentwicklung im Jahr 2016 gibt Emmi anlässlich der Veröffentlichung der Zahlen zum Geschäftsjahr 2015 bekannt. Die Analysten- und Medienkonferenzenfinden am 24. März 2016 in Luzern statt.

 

 

 

 

 

 

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