Jahresergebnis 2014

Umsatz und Gewinn von Emmi im Rahmen der Erwartungen


 

 

Medienmitteilung

Jahresergebnis 2014

 

 

 

 

 

 

Umsatz und Gewinn von Emmi im Rahmen der Erwartungen

 

 

 

 

 

Luzern, 24. März 2015 - Emmi erzielte 2014 einen den Prognosen entsprechenden Nettoumsatz von CHF 3404 Millionen (+3,2 %). Dies gilt auch für das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) und den Reingewinn, welche ausserordentliche Effekte, insbesondere die Wertberichtigung bei Trentinalatte, beinhalten. Deshalb gingen das EBIT um -19,2 % auf CHF 136,2 Millionen und der Reingewinn um -24,6 % auf CHF 78,9 Millionen zurück. Bereinigt um diese Effekte legten sowohl EBIT (+6,7 % auf CHF 170,7 Millionen) als auch Reingewinn (+12,1 % auf CHF 109,4 Millionen) zu. Die Prognosen für 2015 sind vom starken Franken geprägt. Der organische Konzernumsatz wird voraussichtlich um -2 % bis -3 % schrumpfen und die Reingewinnmarge knapp 3 % betragen. Der Generalversammlung vom 22. April 2015 wird beantragt, eine Dividendenausschüttung von brutto CHF 3.80 (2013: CHF 3.80) je Namenaktie aus Kapitaleinlagereserven zu beschliessen.

 

 

 

2014 erwirtschaftete Emmi einen Nettoumsatz von CHF 3404 Millionen. Dies entspricht einem Zuwachs von +3,2 % (organisch +3,0 %) und liegt innerhalb der Vorgaben von +3 % bis +4 %.

 

Mit einem EBIT von CHF 136,2 Millionen, einem Reingewinn von CHF 78,9 Millionen und einer Reingewinnmarge von 2,3 % liegt das Geschäftsergebnis 2014 leicht über den eigenen Vorgaben vom August 2014, was unter anderem ein sehr gutes viertes Quartal 2014 reflektiert. Die im August 2014 veröffentlichten Prognosen betrugen CHF 117 Millionen bis CHF 132 Millionen für das EBIT sowie ungefähr 2 % für die Reingewinnmarge. Diese gegenüber dem Frühjahr 2014 revidierten Prognosen beinhalteten ausserordentliche Effekte, insbesondere die Wertberichtigungen bei der italienischen Tochtergesellschaft Trentinalatte. Die Sondereffekte beliefen sich insgesamt auf CHF -34,5 Millionen (EBIT) und CHF -30,5 Millionen (Reingewinn).

 

Aussagen über den effektiven Geschäftsverlauf geben die um Sondereffekte bereinigten Zahlen. Das bereinigte EBIT von CHF 170,7 Millionen, der bereinigteReingewinn von CHF 109,4 Millionen und die bereinigte Reingewinnmarge von 3,2 % zeigen deutlich, dass die von Emmi eingeschlagene Wertschöpfungsstrategie Früchte trägt: Sie liegen über den ursprünglichen Prognosen vom Frühling 2014.

Urs Riedener, CEO, erläutert: «Das Produktportfolio gezielt zu verbessern und Markenkonzepte mit Potenzial zu stärken, ist eine unserer strategischen Prioritäten. Das Ergebnis 2014 bestätigt, dass wir den Hebel richtig angesetzt haben.»

 

 

Umsatzentwicklung Schweiz*: Erfreuliches Wachstum in einem gesättigten Markt

 

In der Schweiz stieg der Umsatz, wie im Februar kommuniziert, um +1,3 % auf CHF 1888,1 Millionen (2013: CHF 1863,1 Millionen). Organisch, das heisst bereinigt um Akquisitionseffekte, resultierte ein Wachstum von +1,2 %. Der Zukauf der Käserei Studer per 1. Juli 2013 führte zu einem positiven, der Verkauf der Nutrifrais-Anteile per 1. April 2013 zu einem negativen Akquisitionseffekt. Der Anteil der Division Schweiz am Konzernumsatz betrug 55 % (2013: 56 %).

 

 

Umsatzentwicklung Americas*: Wachstum in grossen aussereuropäischen Märkten

 

Die Division Americas umfasst die Märkte USA, Kanada, Chile, Spanien, Frankreich und Tunesien. Sie erreichte einen Umsatz von CHF 840,0 Millionen (2013: CHF 817,6 Millionen). Dies entspricht einer Steigerung von +2,7 %, respektive währungsbereinigt von +7,1 %. Das Wachstum ist vor allem auf die positive Umsatzentwicklung in Nordamerika, Tunesien und Spanien zurückzuführen. Der negative Währungseffekt reflektiert primär die Entwicklungen des Kanadischen Dollar, des Chilenischen Peso und des Tunesischen Dinar gegenüber dem Schweizer Franken. Der Anteil der Division Americas am Konzernumsatz betrug 25 % (2013: 25 %).

 

 

Umsatzentwicklung Europa*: Umsatzeinbussen zur Margenstützung in Kauf genommen

 

Der Umsatz der Division Europa stieg um +8,3 % auf CHF 508,8 Millionen (2013: CHF 469,9 Millionen). Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte resultierte ein stabiler Umsatz. Der Akquisitionseffekt ist auf den Zukauf des Dessertherstellers Rachelli (per 1. August 2013), die Beteiligungserhöhung an der Gläsernen Molkerei (per 1. Oktober 2014) sowie den Verkauf von Trentinalatte (per 31. Oktober 2014) zurückzuführen. Der Anteil der Division Europa am Konzernumsatz betrug 15 % (2013: 14 %).

 

 

Umsatzentwicklung Global Trade*: Umsatztreiber Milchmenge

 

Die Division Global Trade beinhaltet unter anderem Direktverkäufe aus der Schweiz an Kunden in internationalen Märkten, in denen Emmi keine eigenen Gesellschaften hat. Dazu gehören Länder Asiens, Osteuropas, Südamerikas und der Arabischen Halbinsel. Der Umsatz der Division Global Trade belief sich auf CHF 167,1 Millionen, eine Zunahme von +13,2 % (2013: CHF 147,6 Millionen). Das Wachstum ist unter anderem eine Konsequenz des höheren Milchaufkommens und der damit verbundenen höheren Milchpulver- und Butterentlastungsexporte.

 

*Details zur Umsatzentwicklung 2014 entnehmen Sie bitte der Medienmitteilung vom 5. Februar 2015.

 

 

Positive Ertragsentwicklung auf bereinigter Basis

 

Der Bruttogewinn erhöhte sich im Berichtsjahr um +3,7 % auf CHF 1129,1 Millionen (2013: CHF 1089,2 Millionen). Die Bruttogewinnmarge betrug 33,2 % (2013: 33,0 %). Die Division Europa leistete einen grossen Beitrag zur Margenverbesserung, weil zugunsten der Profitabilität bewusst auf Geschäfte mit unzureichenden Margen verzichtet wurde. In der Schweiz gelang es, dem Margendruck mit Rationalisierungen und Produktivitätssteigerungen zu begegnen.

 

Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um +4,6 % auf CHF 293,1 Millionen (2013: CHF 280,1 Millionen). Die EBITDA-Marge stieg von 8,5 % auf 8,6 %, bereinigt um Sondereffekte von 8,2 % auf 8,6 %.

 

Abschreibungen und Amortisationen erhöhten sich um CHF +45,0 Millionen auf CHF 157,4 Millionen. Ohne Berücksichtigung der ausserplanmässigen Abschreibung des Sachanlagevermögens der im Oktober 2014 verkauften italienischen Tochtergesellschaft Trentinalatte hätte die Zunahme CHF +9,4 Millionen betragen.

 

Das Betriebsergebnis wird insgesamt durch Sondereffekte im Betrag von CHF -34,5 Millionen belastet. Diese Effekte resultierten aus den erwähnten ausserordentlichen Wertberichtigungen bei Trentinalatte sowie aus dem ausserordentlichen Erfolg aus dem Verkauf von Gesellschaften, Geschäften und Sachanlagevermögen. Im Vorjahr erhöhten die Sondereffekte das Betriebsergebnis um CHF +8,5 Millionen.

 

Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug somit CHF 136,2 Millionen (2013: CHF 168,5 Millionen). Die EBIT-Marge reduzierte sich folglich von 5,1 % auf 4,0 %. Unter Ausklammerung der erwähnten Sondereffekte zeigt sich ein anderes Bild: Auf Stufe des bereinigten EBIT konnte eine Verbesserung von CHF 160,0 Millionen im Vorjahr auf CHF 170,7 Millionen erzielt werden (+6,7 %), was eine bereinigte EBIT-Marge von 5,0 % (Vorjahr: 4,9 %) zur Folge hat.

 

Der Nettofinanzaufwand reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF -4,7 Millionen auf CHF 11,0 Millionen. Dies ist primär auf das um CHF +2,2 Millionen verbesserte Zinsergebnis und ein gegenüber dem Vorjahr um CHF +2,4 Millionen besseres Währungsergebnis zurückzuführen.

 

Die Ertragssteuern reduzierten sich um CHF -1,3 Millionen auf CHF 29,0 Millionen. Die Steuerquote stieg von 19,7 % auf 23,0 %, oder bereinigt um Sondereffekte von 19,8 % auf 20,5 %.

 

Am Ende resultierten für Emmi aus dem Geschäftsjahr 2014 ein Reingewinn in der Höhe von CHF 78,9 Millionen und eine Reingewinnmarge von 2,3 %. Dies entspricht einem Rückgang von -24,6 % (Vorjahr: CHF 104,6 Millionen). Erfreulich ist, dass der um die Sondereffekte bereinigte Reingewinn um +12,1 % gesteigert werden konnte. Er betrug CHF 109,4 Millionen gegenüber CHF 97,6 Millionen im Vorjahr. Als Konsequenz verbesserte sich die bereinigte Reingewinnmarge von 3,0 % im Vorjahr auf 3,2 %.

 

Dazu Urs Riedener, CEO: «Die Bereinigung bei Trentinalatte trübt unsere Erfolgsrechnung. Der Blick auf die bereinigten Zahlen zeigt aber klar: Emmi ist in Bezug auf Profitabilität auf einem guten Weg.»

 

 

Ausblick

 

Die Strategie von Emmi ist es, ihre Position in der Schweiz zu stärken und im Ausland weiter zu wachsen. Zusätzlich zu den etablierten Märkten in Nordamerika und Europa stehen auch entwicklungsfähige Märkte ausserhalb Europas, besonders Tunesien und Chile, im Fokus.

 

Die Frankenstärke beeinflusst Emmi wie andere exportierende Schweizer Unternehmen auch. Um den negativen Auswirkungen zu begegnen, erhöhte Emmi im ersten Quartal 2015 die Preise für Exportprodukte im Ausland. Weiter intensivierte das Unternehmen die Effizienzsteigerungs- und Kostensenkungsprogramme in allen Schweizer Betrieben und verhandelte Preissenkungen mit internationalen Lieferanten sowie mit Milchproduzenten.

 

Für 2015 rechnet Emmi mit leicht sinkenden internationalen Rohstoff-, Energie- und Verpackungspreisen. In der Schweiz wird sich der Einkaufstourismus ins nahe Ausland verstärken. Zudem sind aufgrund ausbleibender Touristen rückläufige Umsätze in der einheimischen Gastronomie zu erwarten. Ausserhalb des Euroraums dürften die USA ein stabiles Konsumverhalten zeigen. In Tunesien kann von einem deutlichen Wachstum ausgegangen werden. Der Aufwärtstrend in Spanien dürfte bei den lokal hergestellten Produkten anhalten. Die Umsätze mit Exportprodukten aus der Schweiz werden jedoch auch in Spanien tiefer ausfallen – genauso wie in den anderen europäischen Märkten.

 

Emmi setzt alles daran, dass Schweizer Milchprodukte im internationalen Wettbewerb weiterhin genügend Absatzmöglichkeiten finden. Trotzdem wird die Entwicklung im Jahr 2015 durch die Währungseinflüsse gehemmt werden. Emmi rechnet für das laufende Jahr mit einem deutlich negativen Umrechnungseffekt sowie einem zusätzlichen organischen Umsatzrückgang. Auch bei den Erträgen rechnet Emmi mit einer Einbusse.

 

 

Prognosen 2015: Organisches Umsatzwachstum, Erträge:

 

-       Konzern:                          -3 % bis -2 %

-       Division Schweiz:            -3 % bis -2 %

-       Division Americas:          +3 % bis +5 %

-       Division Europa:              -6 % bis -4 %

-       EBIT:                               CHF 150 Millionen bis CHF 160 Millionen

-       Reingewinnmarge:          knapp 3 %

 

 

Emmi behält die mittelfristigen Umsatzwachstumsprognosen bei (jährlich, durchschnittlich):

 

-       Konzern:                          +2 % bis +3 %

-       Division Schweiz:            ca. +1 %

-       Division Americas:          +8 % bis +10 %

-       Division Europa:              +1 % bis +3 %

 

Für die Division Global Trade gibt Emmi aufgrund des geringen Gewichts keine Prognosen ab.

 

 

Kennzahlen Emmi Gruppe

 

Beträge in CHF Millionen

2014

2014
bereinigt*

2013

2013*
bereinigt

Nettoumsatz

3404

 

3298

 

 

 

 

 

 

Akquisitionseffekt in %

1,3

 

8,6

 

Währungseffekt in %

-1,1

 

0,4

 

Organisches Umsatzwachstum in Lokalwährung in %

3,0

 

1,6

 

 

 

 

 

 

Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)

293,1

292,0

280,1

271,6

   in % vom Nettoumsatz

8,6

8,6

8,5

8,2

Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

136,2

170,7

168,5

160,0

   in % vom Nettoumsatz

4,0

5,0

5,1

4,9

Reingewinn

78,9

109,4

104,6

97,6

   in % vom Nettoumsatz

2,3

3,2

3,2

3,0

Investitionen in Anlagevermögen (ohne Akquisitionen)

118,4

 

126,2

 

   in % vom Nettoumsatz

3,5

 

3,8

 

Personalbestand (auf Vollzeitbasis) per 31.12.

5207

 

5217

 

Nettoumsatz je Mitarbeiter in TCHF (Durchschnittswert)

654

 

632

 

Verarbeitete Milch- und Rahmmenge in Millionen kg

1702

 

1465

 

 

31.12.2014

 

31.12.2013

 

Bilanzsumme

2532

 

2500

 

   davon Eigenkapital inkl. Minderheitsaktionäre

1313

 

1258

 

   in % der Bilanzsumme

51,9

 

50,3

 

 

*Bereinigt um Sondereffekte von CHF -34,5 Mio. beim EBIT und CHF -30,5 Mio. beim Reingewinn (2013: CHF 8,5 Mio. bzw. CHF 7,0 Mio.). Sie resultierten im 2014 aus ausserordentlichen Wertberichtigungen in Italien und ausserordentlichem Erfolg aus dem Verkauf von Gesellschaften, Geschäften und Sachanlagevermögen. Die Sondereffekte der Vorjahresperiode beziehen sich ausschliesslich auf den Erfolg aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen.

 

 

 

 

 

 

 

<noscript>

</noscript>